Heinz Kreiner
Lehrer (Hauptschule, Realschule, Polytechnische Schule, Volksschule)
Erziehungshilfe, Sozialbetreuung und Lernbetreuung seit 1989
Handwerkliche Grundlagen: a)Tischlereibetrieb im Elternhaus, b) Bauarbeiter
c) Häuslbauer, d.h. ich habe mein Haus (600 m² Nutzfläche) selbst gebaut, ohne Maurer, Tischler, Elektriker usw.
Mein Elternhaus war immer Anlaufstelle für viele Kinder aus der engeren und weiteren Umgebung. Wenige Kinder hatten „kleine“, also „wenige“ Probleme, viele Kinder hatten „große“, also viele Probleme. Miteinander arbeiten, miteinander essen, miteinander spielen und dabei miteinander reden, das war es.
1975 begann mein Lehrerleben im südlichen steirischen Grenzland. Die Doppelbelastung Schule und Arbeit zu Hause war für eine beachtliche Schülergruppe das Problem, es hagelte Wiederholungsprüfungen. An unzähligen Nachmittagen während der Schulzeit und vor allem in den Ferien kamen diese Kinder zu mir, in meine Familie, um mit meinen 3 Kindern und mir gratis (keine Bezahlung, aber ab und zu gab es ein Flascherl Wein) und freiwillig zu lernen, um ein „Sitzen bleiben“ zu verhindern. Kein einziger Schüler ist durchgefallen. Das unbezahlbare Schöne an der Sache ist, dass ab und zu ein ehemaliger Schüler vorbei kommt, um bei einer Tasse Kaffee (kann auch ein Glaserl Wein oder Bier sein) ein bisschen zu plaudern.
Eine Sozialarbeiterin aus der BH-Deutschlandsberg, eine Schülerin aus der oben genannten Zeit, überzeugte mich von dieser wunderbaren Arbeit mit Kindern und Jugendlichen der Jugendwohlfahrt. Die Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern hat mein Berufs- und Privatleben entscheidend positiv verändert. Wenn Kinder im System Elternhaus, Schule und Umwelt in dritten Leistungsgruppen festsitzen, brauchen sie mehr Anregung als Ablehnung; eher Anlass, Antrieb und Ursache als Kritik; mehr Lob als Tadel; mehr Anreiz und weniger Aufsehen; ein paar Beweggründe und keine Bemäkelung; kein Aburteilen dafür aber Ermutigung; keine Missbilligung sondern Kraftquellen, Motive, Initiative, positive Erreger, Keime und richtungweisende individuelle Entschlüsse. Kurzum, unsere Schutz befohlenen brauchen eine Triebfeder, eine riesengroße Quelle, die da Lehrer, Erziehungshelfer, Sozialbetreuer oder Lernbetreuer heißen kann.
Sage es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten.
Lass es mich tun, und ich werde es können.
Wer etwas kann, tut es. Wer etwas nicht kann, lehrt es.
detaillierte Informationen über die Tätigkeit Herrn Kreiners hier
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